Jetzt Schutzimpfungen auffrischen: Schützen Sie Ihr Kaninchen vor tödlichen Krankheiten

Hauskaninchen - Foto: Pixabay / adamovalenkaIm Frühjahr sollte der Impfstatus bei Kaninchen aufgefrischt werden. Schützen Sie Ihr Kaninchen und lassen Sie es gegen „Myxomatose“ und „RHD“ („Chinaseuche“) impfen. Auch bei bereits geimpften Tiere müssen die Schutzimpfungen jährlich erneuert werden, um wirksam zu sein.

Kaninchen-Impftage 2018: Direkt nach Ostern, am 6. und 7. April und vom 12. bis 14. April.
– Bitte Termin vereinbaren.

Übertragungsweg
Infektionskrankheiten mit teils tödlichem Ausgang bedrohen nicht nur draußen lebende Kaninchen. Auch Hauskaninchen können mit den Erregern in Kontakt kommen und schwer erkranken. Die Krankheiten „Myxomatose” und „RHD“ werden von Stechmücken übertragen, die ins Haus fliegen. Auch nahezu unsichtbare Milben und Flöhe aus dem Futter, speziell aus Heu, können Überträger sein.

Krankheit „RHD“ („Chinaseuche“)
„RHD“, englisch Rabbit Haermoragic Disease ist eine der gefürchtetsten Krankheiten bei Kaninchen. Wenn sich das Tier erst einmal mit dem RHD-Virus infiziert hat, endet die Erkrankung in den meisten Fällen tödlich. Diese hochansteckende Erkrankung der europäischen Kaninchen wurde zuerst in China bei nachgewiesen. Deshalb wird sie auch Chinaseuche genannt.

Verursacht wird „RHD“ durch Caliciviren. Es handelt sich also um eine Viruserkrankung. Bisher waren sechs verschiedene Genotypen bekannt, die als „klassische“ RHD-Viren (RHDV) bezeichnet sind. 2010 wurde erstmal in Frankreich eine neue Virus-Variante nachgewiesen, die RHDV2 genannt wurde. Klinisch zeigen erkrankte Tiere oft allgemeine Symptome wie Anorexie und Lethargie. Bindehautentzündung und respiratorische Symptome wie Atemnot und teils blutiger Nasenausfluss werden ebenfalls häufig beobachtet. Die durch RHDV2 verursachte Erkrankung ähnelt der klassische RHDV, ist aber mit einer höheren Sterbenrate verbunden. Im Gegensatz zu RHD-Viren können mit der neueren Variante RHDV2 schon sich sehr junge Tiere ab der 4 Lebenswoche anstecken.

Kaninchen, die eben noch gesund schienen und gefressen haben, versterben innerhalb kürzester Zeit ohne eindeutige Krankheitssymptome. Eine Behandlung ist nach Ausbruch der Krankheit nicht möglich. Daher bleibt als einziger Schutz eine Impfung.

Krankheit „Myxomatose”
Auch die „Myxomatose“ des Kaninchens ist eine Viruserkrankung. Sie wird im Volksmund auch „Kaninchenpest“ genannt und ist eine schnell verlaufende Allgemeinerkrankung, ausgelöst durch das Myxomavirus. Die Krankheitssymptome sind leicht- bis sehr geschwollene Augenlieder, ein geschwollener Genitalbereich sowie heiße- und geschwollene Ohren.

Eine Therapie gegen die Myxomatose besteht nicht und die Tiere sterben in der Regel nach einigen Tagen bis Wochen an Entkräftung. Bei milderen Verlaufsformen kann eine unterstützende Therapie eingeleitet werden, die aber nicht das Virus selbst bekämpfen kann. Daher ist auch hier eine vorbeugende Schutzimpfung der einzige Schutz.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Impfung
Bei der Myxomatose-Impfung kann es nicht selten zu einer Impfreaktion beim Kaninchen kommen. Diese äußert sich durch die Ausbildung eines Knotens an der Impfstelle. Diese Veränderung heilt in den meisten Fällen nach wenigen Wochen von allein wieder ab. Bei zusätzlichen Hautveränderungen oder beim Bestehen bleiben des Knotens (Abszessbildung) sollte der behandelnde Tierarzt aufgesucht werden.

Bitte bedenken Sie, dass nur gesunde Tiere geimpft sein können, selbstverständlich wird vor jede Impfung allgemeine Gesundheits-Check von uns durchgeführt.
Damit das Kaninchen den Impfstoff besser verträgt und möglichst wenig unerwünschte Impffolgen eintreten, sollten die Kaninchen in den Tagen vor der Impfung genau beobachtet werden. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Um lange Wartezeiten zu vermeiden und ausreichend Impfstoff zur Verfügung zu haben, bitten wir um telefonische Voranmeldung.

2018-03-05T13:15:15+00:00